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Vergesellschaftung

So zahlreich wie die verschiedenen Charaktere der Chinchillas sind auch die Methoden der Vergesellschaftung. Es gibt keine "einzig sichere" Methode. Prinzipiell gibt es 2 unterschiedliche Methoden, Chinchillas zusammen zu bringen, die langsame Methode und die Züchtermethode. Beide Methoden bzw. eine Kombination beider Methoden führt meistens zum Erfolg. In seltenen Fällen ist auch eine Vergesellschaftung im Auslauf (in einem fremden Raum) möglich, diese Methode birgt jedoch gewisse Risiken, kann jedoch bei einigen Tieren geeignet sein.

Es darf jedoch nicht vergessen werden, dass Chinchillas sehr ausgeprägte Charaktere haben. Es kann also durchaus sein, dass sich zwei Tiere einfach nicht mögen. Darum sollten nach Möglichkeit bereits 2 Tiere gekauft werden, die schon aneinander gewöhnt sind. Auch zwei Jungtiere lassen sich meist einfach miteinander vergesellschaften. Genauso verwandte Tiere - wird ein Tier mit einem verwandten Tier oder einer Gruppe vergesellschaftet, so stellt diese Vergesellschaftung meist kein grosses Problem dar. Schwierig wird meist die Vergesellschaftung eines Alttieres mit einem neunen Partner. Hier sollte auf jeden Fall die Möglichkeit bestehen, dass sich das Chinchilla den Partner selbst auswählt. Auf keinen Fall einfach auf gut Glück einen Partner kaufen und darauf hoffen, dass die Vergesellschaftung gut geht.

Vor der eigentlichen Vergesellschaftung sollte auf jeden Fall geprüft werden, ob die Tiere sich überhaupt verstehen. Dazu (zu zweit) die Tiere auf den Arm nehmen, sie gut am Schwanz fixieren, und sie vorsichtig aneinander schnuppern lassen. Einige Tiere (insbesondere bei Sehstörungen) neigen dazu, übnerraschend zu schnappen wenn sie etwas vor die Nase bekommen. In diesem Foll sollte das Tier zuerst seitlich andas andere gehalten werden (etwa in Höhe der Oberschenkel) - an dieser Stelle ist das Fell so lang, dass beim Zuschnappen keine Verletzung entstehen kann.
Verhalten sich die Tiere hier bereits abweisend verhalten, so ist es fraglich ob ein Vergesellschaftung problemlos verläuft.

Für eine erfolgreiche Vergesellschaftung sollten ein paar Regeln unbedingt beachtet werden:

 

1.   Kein Freilauf vor einer abgeschlossenen Vergesellschaftung. Freilauf verstärkt of den Jagdtrieb der Chinchillas. Meist handelt es sich dabei auch um Missverständnisse. Die Chinchillas erschrecken sich gegenseitig unabsichtlich, eines läuft davon, das andere vervolgt es...
2.   Sitzen die Chinchillas noch in verschiedenen Käfigen, so sollte keines der Tiere Freilauf erhalten, wenn das andere zusieht. Chinchillas werden schnell eifersüchtig und der Freilauf eines Chins vor dem Partner im Käfig hat schon manche Partnerschaft zerstört und bei fremden Tieren können sich dabei richtige Agressionen aufbauen. Manche Tiere kommen auch nicht damit klar, wenn sie ein anderes Chin riechen, dass kurz vorher im Raum Freilauf hatte.
Es genügt auch nicht, das andere Tier abzudecken: Wenn sich die Tiere nur hören wird es in der Regel nur schlimmer.
3.   Stehen die Tiere in getrennten Käfigen nebeneinander, so sollten sie sich auch sehen. Die meisten (einzelnen) Chinchillas werden sehr unruhig, wenn sie einen Artgenossen hören, aber nicht sehen können
4.   Der Käfig in dem die Tier enach der Vergesellschaftung zusammen sitzen sollte vollkommen neutral sein. Bei Gitterkäfigen genügt es, den Käfig mit Essigwasser zu reinigen und neue Bretter und Häuschen einzusetzen, bei Holzkäfigen erkennen die Tiere ihre eigenen Käfige oft wieder, auch wenn sie umgebaut sind, hier sollte für dei Vergesellschaftung kurzzeitig ein anderer Käfig verwendet werden.
5.   Nach der Vergesellschftung sollten im Käfig entweder kein oder zwei Häuschen stehen. Bei einem Häuschen entsteht oft die Situation, dass eines der Tiere im Häuschen sitzt und das andere nicht hinein kommt.

 

Bei der Vergesellschaftung unterschiedet man hauptsächlich zwischen zwei Methoden, der langsamen und der Züchtermethode. Es gibt jedoch auch verschiedene andere Methoden, hier einmal der bei uns gelgentlich eingesetzte Vergesellschaftungskäfig.

Die langsame Methode

Die langsame Methode setzt auf eine gewöhnung der TIere aneinender, wenn sie sich eine ausreichende Zeit sehen. Die Tiere werden aneinander gewöhnt, indem Ihre Käfige eng aneinander platziert werden.

Die Züchtermethode

Die Züchtermethode setzt darauf, dass der erste Schritt für einen Streit bei Chinchillas das Aufrichten voreinander ist. Um dies zu verhindern, werden die Tiere in niedrige Boxen gesetzt in denen sie nicht stehen können.

Vergesellschaftungskäfig

Der Vergesellschaftungskäfig verbindet zwei Methoden in der Vergesellschaftung der Chinchillas:

- Ausreichend Freiraum für die Tiere um sich aus dem Weg zu gehen
- Geringe Höhe um ein aufrichten und damit Dominanzverhalten zu vermeiden