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Zahnanomalien

Zahnanomalien sind mit eine der schlimmsten Erkrankungen bei Chinchillas. Zahnanomalien sind vererbbar, darum dürfen solche Tiere nie zur Zucht eingesetzt werden. Bei Zahnanomalien unterscheidet man zwischen der genetischen und der futterbedingten Anomalie, die Übergänge zwischen beiden Versionen sind allerdings fliessend.

Zahnanomalien sind mit die häufigste Todesursache bei Chinchillas. Aus diesem Grund sollte den Zähnen der Chinchillas besondere Beachtung geschenkt werden.

Zahnanomalien können viele Ursachen haben. Eine Variante ist die genetische Anomalie. In USA wurden verschiedenen Studien zu genetischen Anomalien durchgeführt. Dabei wurden Tiere mehrerer großer Pelztierfarmen untersucht und genetische Gemeinsamkeiten analysiert. Die Ergebnisse waren bei allen Studien etwa dieselben:

Die genetische Zahnanomalie tritt fast nur zwischen 10 und 48 Monaten auf. Ältere Tiere waren nicht betroffen, beim Hauptteil der Tiere trat die Anomalie zwischen 14 und 30 Monaten auf und führte innerhalb von kurzer Zeit zum Tod. Die Rate der genetischen Anomalien lag bei den meisten Herden zwischen 2,5 und 4%. Die Zahnanomalie wird rezessiv vererbt.
Bei Privatzüchtern scheint der Anteil der genetischen Zahnanomalien aufgrund der oft fehlenden Zuchtauslese deutlich höher zu liegen.

Meist bildet sich eine Zahnanomalie wie folgt aus:

  • An einem Zahn bildet sich eine Spitze
  • Das Chin kaut auf der anderen Seite. Dadurch bildet sich die Spitze weiter aus
  • Durch die verstärkten Spitzen wird der Biss gesperrt. Die Zähne auf der bisher gesunden Seite bilden auch Spitzen aus
  • Das Tier hat bereits Schmerzen und frisst weniger. An diesem Punkt bemerkt der Halter frühestens das Problem
  • Die Zähne können nach unten nicht weiter und werden nicht mehr ausreichend abgenutzt. Sie beginnen nach oben in den Kiefer zu schieben
  • Die ersten Augenprobleme treten auf

Wichtig

Bitte behandeln sie Ihre Tiere niemals ohne Absprache mit einem Tierarzt.

Eine Liste mit Chinchillaerfahrenen Tierärzten finden sie hier!